Historische Karte von 1796
Diese topografisch-militärische Karte des Herzogtums Oldenburg aus den Jahren 1796–1798 zeigt, dass sich östlich von Schönwalde bereits damals ein Gewässer befand. Der heutige Scheelholzer See besitzt somit einen historischen Vorgänger. Die Karte belegt, dass an dieser Stelle bereits vor über 200 Jahren eine Wasserfläche zur Landschaft gehörte.


Die natürlichen Zuflüsse
Der Scheelholzer See wird durch mehrere natürliche Zuflüsse aus den umliegenden Höhenlagen gespeist. Die Gewässer führen Oberflächen- und Quellwasser aus dem Einzugsgebiet in den See. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Wasseraustausch, der wesentlich zur Wasserqualität und zur ökologischen Vielfalt beiträgt.
Planung der Wiederherstellung
Im Jahr 1983 entstand die Idee, den historischen See an seinem ursprünglichen Standort wieder anzulegen. Die Planungsunterlagen zeigen die vorgesehenen Uferlinien, Wasserflächen und Zuflüsse. Ziel war es, ein naturnahes Gewässer zu schaffen, das sowohl dem Naturschutz als auch der Angelfischerei dient.


Wiederanlage des Scheelholzer Sees
Nach Abschluss der Planungen wurde der Scheelholzer See im Jahr 1983 neu angelegt. Dabei orientierte man sich an den historischen Gegebenheiten und den natürlichen Wasserläufen des Gebietes. Seitdem hat sich das Gewässer zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie zum Mittelpunkt des Vereinslebens entwickelt.
Die Seelandschaft
Fakten zum Scheelholzer See / Angelteich
Anlage als Angelteich für maximal 90 Mitglieder. Keine Gastkarten, kein Camping.
Vorhaltene Nutzung: Fischen mit 2 Handangeln.
Größe: 2,3 ha, ca. 700 Meter Uferlänge. Gewässertiefe bis 180 cm.
Lage:
Flachlandteich in Schleswig-Holstein.
Art:
Himmelsteich, umgeben von extensiv genutztem Grünland.
Entstehungsgeschichte:
Wiederherstellung nach wirtschaftlich unzureichender Trockenlegung.
Wiederanlage eines kleinen Gewässers eines ehemaligen deutlich größeren Sees. Erstellung durch Ausplanieren des Weidelandes zur anglerischen Nutzung durch Aufstau mittels Mönch im vorhandenen Grabensystem des nord/nordöstlichen Einzugsgebietes des Lachsbachs. Grabenvorlauflänge vor Angelgewässer gut 8 km.
Uferstruktur:
Ca. eine Hälfte niedrige Abbruchkante, andere Hälfte Grasnarbe bis Wasseroberfläche.
Abbruchkante muss gesichert werden durch niedrigen hölzernen Verbau, sonst Verlust der einzigen Umwegung.
Dominierender Pflanzenbestand:
am Ufer, Wassersaum vereinzelt Binsen, Seggensäser, minimal Rohrkolben, Chinasgras (Miscanthus) und Wiesengras. Neben einem kleinen Wiesengehölz an der Schutzzone, am übrigen Ufer verteilt, Erlen und Weiden zur Wasserbeschattung und zur Uferbefestigung neben einer Längsverbauung. Wurzelwerk zur Verbesserung der Unterwasserstruktur.
Schutz- und Ruhezone:
für Fisch und wassergebundenes Wildgeflügel.
Unterwasserstruktur hier durch Holzeintrag im Schutzgebiet (z.B. Baumkronen), Einbringen von Schilfpflanzen und Seerosen.
Bisher waren leider keine Unterwasser- bzw. Wasserpflanzen anzusiedeln (Fraßdruck).
Wasserkörper: Fast immer „aufgewühltes“ Wasser, gut Phytoplankton, wenig Zooplankton. Wasserproben keine auffälligen Parameter.
Sichttiefe meist 10 bis 20, 30 cm seltener (Winter), Sichttiefe bis 100 cm.
Bodenbeschaffenheit: Graublauer Lehmboden, kaum Schlammablagerung, kein fauliger Geruch. Keine geschmackliche Beeinträchtigung z.B. Karpfen unmittelbar nach Fang zubereitet.
Tiere am/auf dem Wasser
Bisam
Kanadagans (und weitere durchziehende Gänsearten/Wildgänse)
Gänsesäger
Wild-/Stockenten, Reiherenten u.a.
Blässhühner
Seeadler
Eisvogel
Graureiher
Silberreiher
Bisher nachgewiesene Fischarten
Karpfen (Schuppen- und Spiegelkarpfen)
Graskarpfen (müssen entnommen werden)
Hecht
Aal
Karausche
Brassen
Rotauge
Barsch
Gründling
Zwergwels (ausgesetzt von Aquarianern??)
Derzeit hoher Klein-/Jungfischbestand. Muss dezimiert werden. Prädatoren!!
Stand 2019
