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Willkommen

Mitten im schönem Ostholstein, einen Steinwurf vom Bungsberg entfernt und einen Katzensprung von der Ostsee, befindet sich unser Angelerverein mit seinen Mitgliedern. Mit dabei sind Jugendliche jeden Alters. Mehr als das Angeln gehört zu unserem Vereinsalltag die Angelfreunde mit kameradschaftlichem Umgang miteinander, wie auch das individuelle Fischen und Natur erleben. Nicht nur das Ansitzen auf Karpfen ist bei uns spannend und anregend, sondern auch mal der Klönschnack am Gewässer. Wer sich bei uns für eine Mitgliedschaft interessiert bitte beim Vorstand oder per Email melden. Wir haben umfangreiches Informationsmaterial zusammengetragen zur Lektüre und zum Nachschlagen. Email:   Anglerverein Schönwalde Petri Heil Der Vorstand

Der Schönwalder Anglerverein von 1983 e.V. ist als eingetragener Verein, als gemeinnützig anerkannt.                                                                                                               
Der Verein ist:                                                                                                                   
Mitglied im Deutschen Angelfischer Verband,                                                                         
Mitglied im Landesfischereiverband Schleswig Holstein,                                                     
Mitglied im Kreisfischerverband Ostholstein.

Mit unserem Vereinsgewässer, dem „Scheelholzer See“ liegen wir im Landschaftsschutzgebiet Bungsberg und Vorland, sowie im Direktanschluss am NATURA 2000 Gebiet Lachsbach/Lachsau.
Die Mitgliedschaft in den Verbänden wie die privilegierte Lage unseres Gewässers verpflichtet uns stets nach „guter Fachlichkeit“  zu handeln – in allen Belangen.    Eben diese  Fachlichkeit setzen wir bei unseren Mitgliedern voraus.

Welse im Gewässer!

Um den Bestand der Welse im Gewässer in den Griff zu bekommen  wurde  gestern abend in der Versammlung für
1 Probejahr beschlossen:
Ab sofort kann nur auf Wels mit 3 Angeln gefischt werden. Es müssen dann aber auch alle Angeln für Wels ausgelegt sein. Alle  Fische bitte entnehmen und dokumentieren.

Ein kapitaler Wels von 110 cm und 9,1 kg wurde gefangen! Petri Heil

Wenn man Glück hat,

dann kann man bei uns am Teich als Angler einen Fisch fangen – na klar.
Man kann aber auch Beobachtungen machen, wie zum Beispiel den Eisvogel bei der
Jagd beobachten.
Der kleine „fliegende Edelstein“ ist ebenfalls ein Fischer wie wir auch, allerdings ist er
erfolgreicher als wir, – was sein Überleben sichert.
Der kleine Vogel misst in seiner Körperlänge ca. 15 bis 18 cm, er ist in seiner Größe
einem kleinen Singvogel gleichzusetzen.
Seine prächtige Gefiederfarbe, die ihn im Sonnenlicht wie einen Edelstein erscheinen
lässt, ist tatsächlich eine „Tarnfarbe“.
Der Blick von oben auf den Vogel, über dem Wasser, lässt das Blau mit dem klaren
Wasser verschmelzen.
Die rot-orange Brustbefiederung lässt ihn im Astwerk des Ufergestrüpps fast
unsichtbar werden.
Von seiner Ansitzwarte, einem Zweig über dem Wasser, oder gar unserer Angelrute
über dem Wasser, stürzt er sich „Kopfüber“ mit dem dolchartigen Schnabel voran ins
Wasser um seine Beute zu packen.
In den allermeisten Fällen kommt er mit einem zappelnden Fischchen im Schnabel
auf seinen Ansitz zurück.
Mit einer kurzen, kräftigen seitlich ausgeführten Kopfbewegung, schlägt er denn den
Kopf seiner Beute auf den Zweig und betäubt sie so, bevor er sie verschlingt.
Damit ein solcher Präzisionsschlag auf ein bewegtes Ziel unter Wasser gelingt, muss
der Eisvogel sein „Köpfchen anstrengen“.
Er „berechnet“ im Voraus wohin sich der Fisch bewegt und berücksichtigt die
optische Illusion durch die Lichtbrechung der Wasseroberfläche.
Objekte unter Wasser erscheinen deshalb, aus der Luft gesehen, leicht versetzt.
Spezielle Filter im Auge vermindern die störenden Reflexionen auf der
Wasseroberfläche (er hat also eine eingebaute Polbrille – sozusagen).
Junge Eisvögel müssen erst lernen bis das mit der Lichtbrechung und dem
Beutefang so richtig klappt.
Welche Beute schlägt der Eisvogel eigentlich?
Neben den Fischen auch Frösche, Molche Insekten und Krebse, alle in einer Größe
die er bewältigen kann.
Kann man männliche und weibliche Tiere unterscheiden?
Ja, an der Schnabelfärbung.
Das Männchen hat grundsätzlich einen schwarzen Schnabel.
Das Weibchen hat einen mehr oder weniger rot eingefärbten Unterschnabel.
Die Rotfärbung beginnt an der Schnabelwurzel.
(Merkhilfe zur Geschlechtsunterscheidung: Die Dame trägt Lippenstift.)
Zum Überleben der „fliegenden Edelsteine“ trägt man dadurch bei, das ausreichend
„Ansitwarten“ über die Wasseroberfläche reichen und Kleinfisch im Gewässer ist.
Nach jedem Eiswinter muss man hoffen, dass die Tiere nicht verhungert sind bei
geschlossener Eisdecke.
Viel Glück und Freude bei der Beobachtung.

Betrachtungen,- Haltungen, – und Gedanken zur Angelfischerei.
Die Jagd des Menschen auf Wildtiere zu Lande und im Wasser ist so alt wie die Menschheit selbst.
Die ersten schriftlichen Überlieferungen finden wir in Homers Epos „Ilias“, die vor über 2.800 Jahren verfasst wurde.
„Die alten Griechen“  schreiben die Jagd auf landlebende Tiere dem Verantwortungsbereich der Göttin Artemis zu, so war eine der Hauptgottheiten zuständig für das blutige Waidwerk. Die Göttin Artemis war /ist eine der 12 olympischen Hauptgöttinnen, womit klar ist, das der Stellenwert des Waidwerks hoch angesiedelt ist. Die Jagd auf Fisch und sonstiges Meeresgetier hat man dem rangniederen Gott Priamos, ein Sohn des Gottes Dyonisos und der Göttin Aphrodite zugeordnet. Priamos war als Gott zuständig für die zeugende Fruchtbarkeit, — auch für Schafe, Ziegen, Bienen, Fische und Früchte, – er hatte all dies zu schützen. Neben Priamos galt und gilt das Siebengestirn, die Plejaden seit altersher als Schutzgestirn der Fischer.
Warum wird die Fischerei durch einen rangniederen Gott vertreten im olympischen Personal beaufsichtigt?
Erklärung schon in der Antike:
„Fischfleisch und Meeresgetier verdirbt am schnellsten wenn es dem Wasser entrissen wurde.
Es ist dem gebildeten Bürger ein unangenehmer Geruch, den er meidet.
So meidet er auch den Fischer“
Fischwaid und Waidwerk sind gleichberechtigte „Geschwister“.
In Ausübung beider Tätigkeiten befindet sich der Mensch auf der Jagd.
Es ist eine Jagd zum Erwerb von Lebensmittel. Hochwertige Lebensmittel.
Warum wird das Waidwerk in der Gesellschaft höher angesehen als die Angel-fischerei?
Die Begründung ist darin zu sehen, dass die Jagd vor der Einführung moderner Jagdwaffen (Distanzwaffen), als sehr gefährlich angesehen wurde, da der Jäger mit blanker Klinge wehrhaftes Wild angreifen musste um es endgültig zu erlegen. Wildschwein, Hirsch oder anderes „Großwild“ konnte oftmals mit dem Jagdspieß oder den Pfeilen von Bogen oder Armbrust nur fluchtunfähig (aber nicht kampfunfähig!) gemacht werden.

Dies bedeutet, der Jäger muss das verletzte Tier mit dem Dolch oder einer kurzen „Lanze“ (Saufeder). „abfangen“ (den tödlichen Stich versetzen).
Diese Tätigkeit nötigte und nötig heute auch noch größten Respekt ab.
Außerdem war der Umgang und die Übung  mit Blankwaffen auch immer eine Vorbereitung auf das Kriegshandwerk, was hoch angesehen wurde in der Feudalzeit.
Heute sieht die moderne Jagd ganz anders aus vor dem Hintergrund der Hochleistungswaffen, die ausschließlich eingesetzt werden, werden müssen, da die Bogenjagd bei uns verboten ist.
Heute heißt es: Haase gegen Schrotflinte, großkalibrige Büchse mit Zieloptik und spezieller Munition gegen Hirsch und Schwein, große Distanz zum Jagdwild. Schießen vom sicheren Hochsitz ……
Somit ist wieder eine „Parität“ zwischen Waidwerk und Fischwaid hergestellt.
Ist Jagd Sport?          Ist Fischerei Sport?          Nein !!!
Weder Waidwerk noch Fischwaid ist ein Sport.

Das sich aneignen von Wildtieren zum Zwecke des Nahrungserwerbs kann und darf nie ein Sport sein!
Ein Hecht oder ein Karpfen an der Angel ist nie ein „Sportgerät“, auch wenn der Fisch erhebliche Gegenwehr bietet und die Landung anstrengend ist, es ist kein Sport. Ja, es ist aufregend, – der Pulsschlag ist deutlich schneller, – der Blutdruck ist sicherlich hoch, – es ist positiver Stress, – aber es ist kein Sport.
Sportfischer – ein mehr als irreführender begriff.
Richtiger heißt es Angelfischer
Der Begriff Sportfischer, so eine einleuchtende Begriffserklärung, soll ein Übersetzungsfehler bzw. Übertragungsfehler aus dem guten alten England sein. In England zur Zeit des Izzak Walton, Vater der modernen Angelfischerei, lebte man in einer „Zweiklassengesell-schaft“.
Der „kleine Mann“ fischte alles was Schuppen hatte für die Ernährung seiner meist vielköpfigen, hungrigen Familie.

Der wohlhabende, überwiegend adelige Herr fischte meist im großkarierten Tweedanzug mit Kniebundhose und Stiefel im oder am Bach stehend, auf Salmoniden.
Hierzu benutzte er eine gespleißte Fliegenrute mit geeigneter Rolle für die sündhaft teure Fliegenschnur. Das restliche Angelequipment bestand natürlich auch nur aus den edelsten Werkstoffen. So ausgerüstet startete seine „Herrlichkeit“ an einem nur seiner gesellschaftlichen Klasse zugedachten Gewässer um sich beim Fischen zu entspannen und zu erholen, und um zu sehen und gesehen zu werden.
Die daheimgebliebenen Hausbediensteten antworteten pflichtgemäß bei Fragen nach dem Verbleib ihres Herren: „He´s gone fishing to spots“, – was nichts anderes heißen soll, er fischt zu seiner Entspannung/Erholung Die Aussage beschreibt die oben genannte Tätigkeit der Herrschaft.
Bei der dem Menschen zu eigenen „Maulfaulheit“, – insbesondere wenn man seinen Chef beschreibt, – : he´s gone to spots, – erklärt sich anschaulich wie der Begriff Sportfischer entstanden ist. – oder entstanden sein kann.

Ganz gesichert ist dies Erklärungsmodell nicht.
Grundsätzlich: Wir betrachten unser Gewässer nicht als „Sportplatz“ und unsere Tätigkeit nicht als Sport.
Wir bewirtschaften und führen unser Gewässer ökologisch und ökonomisch waidgerecht und im Einklang mit den für uns gültigen Bundes und Landesgesetzen. Zu den Grundgesetzen der Natur gehört nun einmal der Nahrungserwerb – also „fressen und gefressen werden“ – auch wenn noch so archaisch daherkommt.

Es ist uns allen bewusst:
Wir töten in selber die Lebewesen um uns von ihnen zu Ernähren.
Es mag verstörend wirken, es ist aber kein Abschieben von Verantwortung und Tätigkeit.
Es ist kein Einkauf bereits getöteter Tiere für das eine Gericht das zubereitet werden wird.
Es ist und bleibt immer etwas „besonderes“, was auch immer mit dem Respekt vor der Kreatur zu tun hat – und nichts mit Sport.

Schönwalder Anglerverein